Kommentare

Ich habe im Rahmen des Borderline-Manual Projektes Betroffene und Angehörige von Betroffenen nach ihren Eindrücken und Kommentaren zum Thema Borderline gefragt.

Hallo Lunatics,
ich schreibe im Augenblick mein 2. Buch. Das “Borderline Manual” – ein Tourguide für Betroffene und Angehörige. Und ich habe spontan mal ein Gruppenprojekt daraus gemacht. Hier ein paar Infos zum Buch.

Ich schreibe es eigentlich auf deutsch, werde es wohl aber bis Ende des Sommers auch auf Englisch übersetzen.

Ansonsten findet ihr das erste Kapitel in deutsch hier zum Download.

Und in englisch hier.

Das Gruppenprojekt sieht wie folgt aus:
Ich stelle Leuten die Fragen
1. Was denkst du, sollte die Welt über Borderline wissen?
2. Was hättest du gerne früher gewusst?
3. was hat dir am meisten geholfen?”

ein paar Antworten beziehen sich genau darauf, andere sind eher allgemeiner gefasst, ich habe auch selbst einen Tag gebraucht um konkrete Fragen zu stellen und habe davor auch schon Menschen gefragt, deren Texte ich dir natürlich nicht vorenthalten will.

Alle Texte die ich bekommen habe landen auf dieser Seite. Viele davon werde ich am Ende meines Buches mit aufnehmen. Die englischen muss ich auf deutsch übersetzen und umgekehrt, also bitte stört euch nicht daran dass der Wortlaut etwas anders ist, ich habe alle Originale gespeichert und nehme die jeweiligen Original Texte im Buch auf. Also englische im englischen und deutsche im deutschen bleiben unverändert. Hier lade ich allerdings alles so hoch, wie es kommt.

1. Was sollte die Welt über borderline wissen?Nicht jeder borderliner ist gleich .Nicht jeder hat die selben Symptome und Kriterien. Wir borderliner fühlen viel krasser als andere Menschen was viele nicht nachempfinden können. Viele Leute denken borderline ist gleich Selbstverletztung doch das stimmt nicht den nicht jeder borderliner verletzt sich selber und nicht jeder der sich selbstverletzt hat borderline viele Menschen denken das besonders wenn Menschen sich nicht gut auskennen in Krankenhäusern zum Beispiel wenn man wegen einer Selbstverletztung eingeliefert wird heißt es direkt man hätte borderline sogar wenn sie die diagnosen nicht kennen wird direkt bei selbstverletztung geurteilt das man borderline hat doch das stimmt nicht. Viele Menschen denken auch wir manipulieren oder lügen nur doch das stimmt genauso nicht. Die Welt sollte wissen das nicht jeder borderliner gleich ist.
2. Was hättest du gerne früher gewusst?(borderline)Ich hätte früher gerne mehr über borderline aufgeklärt werden sollen den mir wurde in der Kinder und jugendpsychiatrie aufeinmal die Diagnose borderline gegeben und mir wurde nie so wirklich was erzählt von den Ärzten psychiatern Psychologen es sollte einfach mehr erklärt werden was das überhaupt ist den vor der Diagnose kannte ich diese Erkrankung nicht.Mehr Aufklärung wäre wichtig gewesen.
3. Was mir am meisten geholfen hat. Mir persönlich hilft ablenken am meisten wie zum Beispiel Musik hören raus gehen spazieren gehen. Oder meine reborn babys helfen mir sehr gut den sie geben mir Sicherheit. Sonst versuche ich auch viele skills anzuwenden doch ich habe noch nicht den perfekten skill gefundenGedanken aufschreiben kann auch oft helfen.

(Habe sie auch eher allgemein gefragt.)
„Deine Skillstasche rettet dir regelmäßig den Arsch.“

•People with bpd aren’t inherently bad people.
•I wish I knew I had bpd sooner in my life because it would have changed a lot for me.
•nothing made it easier – i continue to live with it everyday.


Hallo, ich heiße Annie, bin 38 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern. Mein großes Kind ist Asperger Autist.Und ich bin an der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung erkrankt. Ich schreibe extra nicht, dass ich Borderlinerin bin. Denn das bin ich nicht… Ich bin Annie und die Erkrankung ist nur ein Teil von mir.Ich schreibe einen öffentlichen Blog, in dem ich mit der Stigmatisierung der Erkrankung aufräumen möchte.Borderline ist nicht nur das, was in den Medien gezeigt wird. Es ist nicht nur Selbstverletzung und schwarze Kleidung. Die Erkrankung ist so viel mehr… Ich fühle mehr und intensiver wie mein Umfeld. Negative Gefühle können mich überwältigen, positive Gefühle können mich beflügeln. Mein Leben und mein Alltag gleichen einer Achterbahnfahrt, die ich mit verbundenen Augen fahre. Ich weiß nicht, wann es hinab oder hinauf geht.
Ein großes Vorurteil bei erkrankten Frauen ist, das sie schlechte Mütter sind.Dies ist aber nicht zwangsläufig der Fall! Eine psychische Erkrankung, egal welche, macht mich nicht automatisch zu einer schlechten Mutter. Natürlich ist es schwierig seine Erkrankung und das Bedürfnis des Kindes in Einklang zu bringen. Es ist aber nicht unmöglich!Ich habe mir Hilfe geholt. Durch meine eigene Therapeutin und auch über offene Gespräche mit öffentlichen Stellen, wie z.B. dem Jugendamt. Offenheit mit der Erkrankung sind in diesem Fall das A und O.
Eine Diagnose der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung ist nicht das Ende. Es ist ein neuer Anfang.Ich habe mir diese Erkrankung nicht ausgesucht, und ja, ein einigen Tagen ist es scheisse… Aber, es ist möglich hiermit ein erfülltes Leben zu führen!Gib niemals auf!

ANONYM

1. Borderline is a fight and many times I am tired of fighting. But it’s part of my personality, it is part of me and I am right the way I am. It is my challenge in life. But not only the borderliner has to work, the world also.
2. Actually not, things had to raise. It would have make no difference, I guess.
3. Therapy. When I was at one of my lowest points and wanted to commit suicide, I had nothing to lose anymore. So I started one last try to do something with my life. I needed support, so I started a therapy. First time, I really wanted to change. It was also the first time I wanted to die before. And I really had luck with my therapist. Therapy helped me to communicate about my feelings and my thoughts and how I help myself when it all breaks down. It was like school for my mind and I learned simple things like „how do I raise a friendship“ etc.

1. Das Borderline nicht direkt heißt das man sich selber verletzt. Das Depressionen aber oft eine begleitende Krankheit sind.
2. Ob es heilbar ist.
3. Menschen die einen verstehen.

1. Was denkst du, sollte die Welt über borderline wissen ?
Ich will das die Welt erfährt, das niemand was dafür kann, das man psychisch erkrankt ..das es immer seine Gründe hat wieso sowas einen passiert. Ich will das in dieser Gesellschaft in der wir leben die Erkrankung  ernsthaft wahr genommen wird  und nicht bewertet und abgelehnt wird..Ich würde mir Akzeptanz wünschen  und mehr Unterstützung …seies Umfeld/Arbeitswelt/GesellschaftKeine Verurteilung sondern mehr Informationen für außenstehenden …Und Vorallem Möglichkeiten zum arbeiten für erkrankte das sie mit dem Geld überleben/klarkommen und nicht noch mehr in ins Loch fallen weil sie kaum die Rechnungen zahlen können …somit die Symptome sich verschlimmern …
2. Was hättest du gern früher gewusst ?
Das es diese Erkrankung gibt. Das man mit der richtigen Therapie raus schafft ..Das es alte emotionale Verstrickungen im Unterbewusstsein sind..Das Menschen dich nicht brauchen wenn du nicht so funktionierst wie normal …Das im Endeffekt nur du dir selbst helfen kannst..Das starker Konsum von Drogen und Alkohol und Sex nicht die Probleme lösen oder die Gefühle auf langfristig verändert …Das man bei der Therapie nur langsame Fortschritte erreicht und es länger dauert als erwartet ..Das diese Reise definitiv ist einfach ist und man jeden Tag lernen und tun darf 
3. Was hat dir am meistens geholfen ?
Ich bin seit Anfang des Jahres im Coaching und habe einige Prozesse durchgeführt wo man tief ins Unterbewusstsein  geht (Neuroplastische Assoziation )und alte Blockade und alte tief sitzende Verstrickungen durchbricht‼️‼️ innerhalb von 2 Monaten hab ich alte Wunden damit geheilt und bin fast bei mir endlich an gekommen als  wie nach 3 Jahren Therapie aber auch ich hab noch einiges lernen und zu tun weil das stetige  Wachstum ganz wichtig ist .. und lerne weiterhin Techniken um mich weiterhin zu heilen mit diesen Methoden und meine Aufgabe ist es anderen borderline ebenfalls damit zu helfen weil es zu 1000% klappt 👍🏽😍😍😍 und dafür bin ich seeehr dankbar.

  1. Das Borderline bei jeden Menschen anders sein kann und man es oft bei ein Mensch nicht sofort sehen kann.
  2. Ich hätte gerne früher gewusst das diese Krankheit so verschieden sein kann und man als Betroffene Person so Starke Gefühle und Emotionen hat.
  3. Mir hat Persönlich die Musik sehr geholfen ich habe mich sehr oft verstanden gefühlt es war wie etwas was mich versteht.

1.Borderline, ist sehr schwer zu verstehen. Aber, wenn man genug hinhört und zusieht. Lernt man.. Borderline würde ich auch schon zu einer Volkskrankheit zählen.
2.Ich wusste damals nicht, dass ich darunter leide. Am liebsten wäre mir, wenn ich gewusst hätte das die Traurigkeit, diese Stimmungsschwankungen dafür normal sind. Das man Borderline nicht heilen kann, aber mit leben. 🍀
3.Reden,einfach reden über die Situationen und Vergangenheit. Natürlich aber auch mit Abstand, falls man mit sich selbst nicht zufrieden ist. Aber danach wieder reden. Egal ob Mensch, Tier oder beste Freunde.Bereut habe ich es auch nie das ich mein Hund habe mit dem ich aus der Situation fliehen kann, wenn es zuviel wird. Und meine 2 Katzen die mich wieder runter bekommen, wenn der Blutdruck steigt. 💜

I wish the world knew BPD isn’t a choice, it isn’t something we wanted and we’re always doing our best.
I wish I knew more about BPD sooner, so I could begin my research to fully understand myself.
Research everything you possibly can, the more self aware you are, the better.

One thing the world should know about BPD – Please be kind to us, we are literally in a lot of pain and we can’t figure out how to stop feeling this way. Please don’t assume we are manipulative or toxic. We can love and we deserve love.
One thing I wish I knew earlier – i wish I knew about the “Favourite person” phenomenon, wherein a person with BPD forms unhealthy attachments to people… if i knew its a part of my illness and not me, I would have had greater control over my emotions vis-a-vis that person.
What makes it easier for me and my relatives – well, only my mother and my brother and like 3 close friends know about my BP, and it breaks my heart to say that no one has really made an effort to get to know the disorder better.. I am in therapy once sometimes twice a week… and I use instagram as a medium to be aware and post things about BP. Also, I have been reading books about BPD to understand why I act the way I do and how I can make it better… bcoz i really wanna be better someday💜

„-if you could say one thing about bpd the world should know, what was it?
We’re not mean nor toxic. We do not wish to do harm. We are very ashamed of it and hate ourselves for reacting that way. Underneath the anger and rage is hidden a profound and inhumane sadness which expresses itself with violence.
– is there a thing that you wish you knew earlier?I wish I knew I had mental disorders at an earlier age (I knew it at 42 years of age) to grasp and manage better my mood swings and make it a life battle to get better earlier and not have had to live all my life thinking I was just a bit “weird”.
– what made it easier for you and your relatives? „Nothing. Most of them rejected me and I have no friends. I’m doing this battle alone with my therapist and some virtual friends found through social networks who suffer as I do.

-we’re more than our illness and we aren’t “broken” forever
-honestly i wish i’d received my diagnosis sooner
-it’s still really hard for us but dbt and family therapy are really helpful

1. one thing about bpd – People with bpd are hurting and we hurt very easily, and sometimes we reflect that pain on others and whilst there is no excuse if it becomes abusive please know that it is most likely not a personal vendetta against you it is because our pain is so intense and fierce that it often bursts out in the most destructive way possible.
2. something I wish I knew earlier – I wish I knew that bpd wasn’t a life sentence that you can get better, you can learn to manage it. it’s not something you have to be stuck with.
3. what made it easier for my relatives – learning to manage my mental illness on my own (as to not form a dependency) whilst still being honest about how I was feeling has been the biggest help to relationships.

1. Borderline ist Seelenkrebs
2.Das ich es nicht drauf habe mich umzubringen
3. Skillen ist für’n Arsch. Am meisten hilft mir das ganz oben zu sein emotional. Können Drogen sein aber auch skaten oder Sex. Andere nehme Medikamente ich mag nicht.

1. Die Welt sollte Borderline als eine ernste Störung anerkennen, bei dem der Betroffene unter extremen Spannungszuständen leidet und dass wir nicht einfach aufmerksamkeitssuchende Monster sind. Unser Leiden ist real.
2. Bevor ich meine BPS Diagnose bekommen habe, habe ich mich oft gefragt, wieso Alle anders sind als ich selbst. Ich habe mich gefragt, was falsch mit mir sei. Meine Diagnose hat mir weitergeholfen.
3. Am meisten geholfen haben mir meine Freunde, die mich bei jeder Sache unterstützen und auch meine Stimmungsschwankungen aushalten können.

1. Die Welt sollte wissen, dass Borderline mehr als nur schneiden oder ritzen ist. Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
2. Ich hätte gern gewusst, dass Borderline mich hoch emotional werden lässt.
3. Mir hat am besten Musik durch die schwere Zeit geholfen.

1. Ich finde die Welt sollte über Borderline wissen, dass auch wenn die Betroffenen nicht immer einfach sind, trotzdem so gut wie immer ihr bestes geben, ihre positiven Seiten haben und meist unglaublich liebe Personen sind.
2. 🌸Früher gewusst hätte ich gerne, dass diese Störung etwas ist, womit man lernt umzugehen, wenn man sich damit beschäftigt.
3. Am meisten geholfen hat mir, so blöd das jetzt auch klingt weil man das wirklich in der Klinik gepaukt bekommt „Skillen, Skillen, Skillen“

1. I’d like people to know how varied bpd is, it shows up completely differently in person to person and the chance of someone with bpd being a ‘bad person’ is the same as the chance of anyone being a ‘bad person’ 😊
2. I wish I knew about bpd earlier, I think mental health in general needs to be spoken about way more and not just anxiety and depression (not that they are any less important they are just the only two conditions really spoken about!) 
3. People making content about bpd on Instagram/YouTube has made things much easier in terms of explaining things to my family and making sense of things myself, which is why I started my account 🙂

1. Bpd is a difficult disorder to live with so please be understanding and compassionate to those who do have it because it’s so difficult to live with.
2. I wish I knew that bpd doesn’t make me a bad person. I listened to a lot of people who thought all people with bpd are inherent abusers and I internalised that. So I wish I knew that wasn’t true.
3. Clear communication made is MUCH easier! It made it easier because I knew how to communicate my thoughts and everyone wasn’t implying things I couldn’t pick up

1. Was sollte die Welt über Borderline wissen?
Antwort: „Die Störung ist mehr, als nur „Ritzen“ und „Manipulative Menschen“. Borderline ist zutiefst facettenreich, wie jede/ jeder Betroffene facettenreich ist. Es gibt nicht DEN oder DIE Borderliner*in. Nehmt euch die Zeit euren Gegenüber kennenzulernen und (ver-)urteilt ihn oder sie nicht für die Eigenheiten, die diese Störung mit sich bringt. Gegenseitiges Verständnis ist der Schlüssel zu einer wundervollen Freundschaft mit einem Borderliner o. einer Borderlinerin.
2. Was hätte ich gerne früher gewusst?
Dass Borderline mir zwar viele Steine in den Weg legt. Beispielsweise massive soziale Ängste wie das Fehlinterpretieren von Blicken o. sonstigen Gesten und immense Verlassensängste. Aber Borderline auch der Grund ist, warum ist so unglaublich empathisch bin. Mich über Kleinigkeiten so immens freuen kann, dass mein gesamter Tag gerettet ist. Und dass ich mich offener für die Menschen um mich herum fühle. Hätte ich das früher schon so sehen können, wären mir viele Jahre der eigenen Anfeindung gegenüber meiner ewigen Begleiterin erspart geblieben und ich hätte mich eher darauf fokussieren können mit ihr coexistieren zu können.
3. Was hat mir am meisten geholfen?
Ganz klar die DBT (dialektisch behaviorale Therapie) und der Kontakt zu anderen Borderliner*innen, die damals erfahrener waren, als ich und mir das erste Mal im Leben das Gefühl von Verständnis gegeben haben. Das hat mir geholfen an mir zu arbeiten.

1) just how strong the emotions are the tiniest thing feels like the world is crashing down around us.
2) BPD doesn’t make me a bad guy.
3) Understanding.  We don’t like what we’re doing either its what our brain is telling us to do.  It’s very real for us even if it seems out of proportions to you.

1. Was ich denke, was die Welt über Borderline wissen sollte? Das Menschen mit Borderline, keineswegs schlechte Menschen sind. Und auch Menschen mit dieser Erkrankung leben und lieben können.
2. Was ich hätte gerne früher gewusst: Tja , ich hätte gerne früher gewusst weswegen ich so anders fühle und denke.
3. Was mir am meisten geholfen hat? Seltsamerweise Musik, keine Therapie, kein DBT oder sonstiges. Simple die Musik .

1. Borderline kommt nicht von irgendwoher. Es gibt immer einen Grund weshalb man daran erkrankt ist. Man sollte nie voreilig jemanden verurteilen nur weil man anders ist ,weil man Narben trägt oder mit Gefühlen nicht umgehen kann. Man sollte sich immer erstmal die Frage stellen ,,Warum?!“
Ganz wichtig zu wissen ist das Borderline eine sehr schmerzhafte Erkrankung ist.
2. Gerne hätte ich früher gewusst weshalb ich kaum Gefühle zeigen kann. Warum ich mich immer Selbst verletzt habe!? Warum in mir 2 Personen steckten. Und ganz wichtig… Warum mir in meiner Kindheit nicht geholfen wurde wo ich bereits Anzeichen hatte.
3. Da ich eine abgeschwächte Form von Bordeline habe (Instabiele Persönlichkeitsstörung vom Impulsiven Typ) haben mir ganz dolle meine Tiere geholfen. Ich gehe reiten, habe ein Bullenkalb mit dem ich durch dick und dünn gehe. Musik hilft mir auch sehr viel.

1. Ich denke was die Welt über Borderline wissen sollte ist, dass es keine verrückten Leute sind, die alles schwarz sehen, sich selbst verletzen und nur Aufmerksamkeit wollen.  Die Symptome dieser Diagnose sind so vielfältig und nicht jeder verletzt sich. Die Menschen sollten wissen das wir Dinge ganz anders empfinden als gesunde Menschen. Die Emotionen sind viel stärker und unkontrollierter. Wir machen nicht aus einer Mücke einen Elefanten sondern für uns ist die Mücke der Elefant! Und da kann man sich eben sich einfach mal zusammenreißen! Im allgemeinen wünsche ich mir mehr Aufklärung zu dieser Diagnose, damit mehr auf Akzeptanz stoßen kann und nicht immer nur stigmatisiert wird..Ich wünsche mir auch mehr Schulung für den Umgang mit Betroffenen z.B. für Lehrer, Eltern, Partner usw.
2. Was ich gerne früher gewusst hätte, ist genau die Aufklärung zu der Erkrankung. Ich kannte die Diagnose nur als sehr negativ behaftet und habe Betroffene selbst dafür verurteilt. In meiner Ausbildung habe ich in der Psychiatrie gearbeitet und von der Borderline Station habe ich mich immer fern gehalten. Hätte ich mehr über die Diagnose (Entstehung, Ursache, Symptome und Therapie) gewusst hätte ich ein ganz anderes Bild davon gehabt. In der Gesellschaft aber auch bei professionellen Fachexperten gelten Borderliner als schwierig und anstrengend. Oft wird aber vergessen wie schwierig und anstrengend das Leben für uns selbst ist. Ich hätte außerdem gerne früher gewusst das man stationäre Therapien auch außerhalb Psychiatrien machen kann. Also wenn es nicht akut ist.
3. Damit komme ich dann auch schon dazu, was mir am meisten geholfen hat. Ich habe mich für eine stationäre DBT Therapie entschieden, da dies in meiner Region nicht ambulant möglich ist und ich mir auch Kontakt zu anderen Betroffenen gewünscht habe.Ich musste daher nicht akut in eine Klinik sondern wollte einfach „irgendwann“ mal was dagegen tun. Deshalb habe ich mich dafür angemeldet. Die Therapie war super und ich bin nun gleichzeitig zum Experte meiner eigenen Erkrankung geworden. Ich könnte mir gut vorstellen irgendwann auch mal eine Selbhilfegruppe zu gründen und diese zu leiten.

1. “the borderline patient loves, needs help, not prejudiced judgments. The bpd patient needs someone to support him and help him out of the darkness. He needs people’s understanding, because the pain he feels is so great. World, please help them.”
(I am waiting for her to reply to the other ones, too)

1. Borderline ist mehr wie nur Selbstverletzung. Wir können viel intensiver fühlen als Gesunde. Es ist eine komplexe Erkrankung und die sollte man niemals unterschätzen.
2. Mehr Aufklärungsarbeiten hätte ich mir schon früher gewünscht. Auch gerade in der Angehörigenarbeit.
3. Never giving up ist mein stetiges Lebensmotto. Ich war so oft schon davor, aber in mir drin war immer etwas, was nicht gehen wollte. Was am Leben bleiben wollte. Auch wenn ich durch die Hölle gegangen bin und noch gehe, bin ich gerade froh,überlebt zu haben, auch wenn sich dies schnell ändern kann.

(Who was the first one that replied and i didn’t ask him the three questions but if he generally wants to say something.)
„1) It isn’t you, although it feels like it is. Feelings are feelings, and although us Borderlines may be more empathic, what is obvious to us is not obvious to others.
2) We are wired towards the needs of others. Put yourself first. Make goals that are measurable.
3) Like my mentor Steve once said
„IT IS NONE OF YOUR BUSINESS WHAT PEOPLE THINK OF YOU“ and „IT IS NONE OF YOUR BUSINESS WHAT YOU THINK OF THEM“

  1. Es sollte generell mehr über Borderline aufgeklärt werden was Borderline genau ist und das Borderline bei jeden Mensch anders ist.
  2. Ich hätte gerne früher gewusst das Borderline eine Persönlichkeitsstörung ist und das sich bei Menschen mit Borderline die stimmung jeder zeit komplett ändern kann.
  3. Mir haben Tiere wie Katzen, Hunde und Pferde immer sehr geholfen und mir Kraft gegeben immer weiter zu kämpfen und nicht aufzugeben.

1. I’d say that it’s a illnes and that it’s not our fault. If we could change and just stop it we would do it, but it’s not that easy. All therapists wouldn’t have a job, if it would be that easy. We don’t act in purpose the way we act.
2. I wish I knew earlier that there will be people who are really really mean and take your illness against you and tell you that it’s your fault and if you’d want it enough , it wouldn’t be that hard. I wish I knew earlier that I should have asked sooner for help.
3. for me: my dog and telling myself that I’m sick enough to ask for help, because sometimes I think that I’m not sick enough and that I don’t fresher help, because other people suffer way more. But that is not true. Everyone deserves to get help. No matter how small or big it might be.For my loved ones: that they say to themselves that it’s my illness and not me. That I don’t do that because I’m mean or hateful.

„if you could say one thing about bpd the world should know, what was it?“
Dealing with bpd makes you feel everything to the extreme, it takes so much strength to take yourself out of bad places and have the courage to decide to get better for you and your loved ones. It’s an everyday battle, trying to just have a ’normal‘ takes so much effort. Some of us are trying our best to become better.
„is there a thing that you wish you knew earlier?“
I wish I had known more about mental health so I could have understood what was happening to me. Sometimes a lot of the pain that comes from bpd is produced by not having tools to deal with our extreme emotions, so we definetly need more mental health education.
„what made it easier for you and your relatives? „
Understanding and sharing my feelings and triggers, reaching out for help when I need it and expressing myself as much as I can, cause bpd can be hard to understand sometimes.Understanding it youself helps so much, so getting information about it it’s really useful.

1. Was denkst du, sollte die Welt über Borderline wissen?- Ich bin weder manipulativ noch beziehungsunfähig, nur weil ich Borderline habe. Ich bin mehr als meine Störung. Ich spüre Emotionen stärker als neurotypische Menschen und das ist okay.
2. Was hättest du gerne früher gewusst?- Dass es DBT gibt und es enorm helfen kann, trotz Borderline ein funktionierendes Leben zu führen.
3. Was hat dir am meisten geholfen?- Am meisten hat mir tatsächlich geholfen, endlich meine Diagnose zu bekommen. Durch die Diagnose und mein darauf folgendes Recherchieren über die Störung habe ich viel über mich selbst gelernt, vor allem wie ich denke und fühle und das hat mir dabei geholfen, aus schädlichen Verhaltens- oder Denkmustern auszubrechen. Nützlich finde ich auch DBT-Facebook-Gruppen. Dort hat man einen kleinen Safe-Space mit anderen Betroffenen und kann durch den Austausch viel lernen.

1. Borderline ist meistens schwarz oder weiß. Die extreme können auch von einem zum anderen Augenblick wechseln. Aber in dem Moment, in dem ich etwas fühle, ist es für mich zu 100 Prozent real und echt.
2. Extreme Stimmungsschwankungen und Müdigkeit sind nicht einfach nur Zeichen von Pubertät und haben auch nichts mit dem Sternzeichen zu tun. Wenn du das Gefühl hast, dass etwas mit dir nicht stimmt, finde heraus was es ist und lass dir nicht einreden, dass es ja ganz normal ist und gar nicht so schlimm.
3. Am meisten hilft mir mein Partner, mein Assistenzhund und das Wissen, dass es Menschen gibt, die genau verstehen wie es mir geht und ich nicht alleine bin.

1) Die Erkrankung stellt für die Angehörigen eine enorme Belastung dar, während die Betroffenen selten Krankheitseinsicht zeigen. 
2) Dass ich meinem Partner nicht helfen kann, indem ich mich selbst aufopfere und auslaugen lasse. 
3) Die Trennung, Psychotherapie und kompletter Kontaktabbruch

1. „-Was denkst du, sollte die Welt über borderline wissen? Die Diagnose Borderline ist ja leider, wie einige andere Diagnosen auch, in der heutigen Zeit oft immer noch ein „gesellschaftliches Todesurteil“. Als ich einmal jemanden fragte, was Borderline ist, antwortete die Person: „Das sind Menschen, die sich selbst verletzen.“ Jedoch ist dies die Antwort auf die Frage, was Borderline nicht ist. Nicht jeder, der sich selbst verletzt, hat Borderline. Und nicht jeder, der Borderline hat, verletzt sich selbst. Dieses Krankheitsbild ist ebenso individuell, wie die Erkrankten selbst. Mir ist es nur wichtig, dass die Welt weiß, dass die Borderline Erkrankung nicht das ist, was sie durch die Vorurteile zu sein scheint.
2. Was hättest du gerne früher gewusst? Da ich mich bis zum Zeitpunkt der Diagnose nie wirklich damit auseinandergesetzt habe, wusste ich dementsprechend auch sehr wenig über diese Erkrankung. Ich kannte eigentlich nur die Vorurteile. Umso schöner hätte ich es gefunden, wenn man mich nach der Diagnose über dieses Störungsbild aufgeklärt hätte. So musste ich mir aber mein Wissen darüber selbst aneignen, wobei mir dann auch erst bewusst wurde, dass dieses Krankheitsbild viel mehr beinhaltet, als nur die Klischees.
3. „Was hat dir am meisten geholfen?“ Geholfen hat mir unter anderem der Austausch mit anderen Erkrankten, z.B. bei stationären Aufenthalten oder auch auf Social Media wie Instagram. Ebenso hat es mir geholfen, mehr über dieses Krankheitsbild zu lernen, weil es mir dadurch leichter fiel, zu akzeptieren, dass dies fortan ein Teil meines Lebens bleiben wird.

(auch ohne die 3 Fragen)
„Borderline ist zwar eine oft anstrengende Störung, aber nicht alles daran ist unbedingt schlecht. Wir erleben positive Gefühle ganz anders, als viele andere, wir sind sehr gute Zuhörer und sehr empathische Menschen. Und wenn wir jemanden in unser Herz geschlossen haben, dann geben wir alles, dass die Person das auch weiß. Und wenn man seine eigene Symptomatik versteht, wird alles viel leichter, also it gets better.“

1- one thing about BPD I wish people knew was that or anger is a reflection of how hurt we are… We feel things more than the normal person would. Anger, hate, jealousy, frustration are all normal feelings that affect us differently, we feel memories like we are actually feeling it for the first time again, we also experience love, happiness, joy and all the positive emotions at increased levels as we are extremely, emotionally sensitive. Think of a normal mind being like a car engine , while a bpd mind is like an f1. Our over thinking literally „races“ in our minds.
2- I wish I was taught more in school about mental health issues and emotional support instead of algibra and things that are irrelevant now. There would be less strain on mental health services today if somthing was done back then and so many lives could have been saved.
3- learning about my illness and accepting it made it easier to manage, I learned about mindfulness and its been an incredibly challenging but rewarding experience learning about myself in a way I never thought I could before.